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Das alte Korps der Königlichen
Carabinieri...
wurde von Viktor Emanuel I., König von Sardinien, in Turin mit dem
königlichen Erlass vom 13. Juli 1814 mit der doppelten Funktion der
Verteidigung des Staates in Vorrangstellung gegenüber den übrigen
Armeekorps und eines Polizeiorgans mit besonderen Pflichten und
Eigenschaften gegründet.
Die Carabinieri erhielten eine eigene dunkelblaue Uniform mit
silbernen Spiegeln an Kragen und Ärmelrevers, scharlachroten
Rockaufschlägen, silbernen Epauletten mit weißem
Schnurfransenbesatz für die Carabinieri zu Pferd und hellblauem
Besatz für die zu Fuß und den charakteristischen, im Volksmund
"Lucerna" genannten Zweispitz.
Diese Uniform ist in ihrem Grundschnitt noch heute im Gebrauch und
wird bei besonders feierlichen Zeremonien getragen.
Das Korps erhielt eine Territorialgliederung in "Divisionen" (eine
Division für jede Provinz), diese gliederten sich in "Kompanien"
und diese wiederum in "Luogotenenze" (Bezirkseinheiten), die die
engmaschig über das gesamte Staatsgebiet verteilten und in direktem
Kontakt mit der Bevölkerung stehenden "Stationen" befehligten und
koordinierten. Im Jahre 1868 wurde eine Sonderabteilung der
Carabinieri zu Pferde geschaffen, die Corazzieri, die als
Ehrengarde und der Sicherheit - früher - des Königs dienten und -
seit 1946 - des Präsidenten der Republik.
Mit der nationalen Einheit Italiens führte die Vergrößerung des
Staatsgebiets zur Erhöhung der Anzahl der "Divisionen", die den
"Territoriale Legionen" genannten Einsatzkommandos unterstellt
wurden. Am 24. Januar 1861 erhielt das Korps die Stellung der
"Ersten Waffengattung" des neuen italienischen Heeres und wurde
schließlich am 31. März 2000 in den Rang einer eigenen Streitkraft
erhoben. Diese Sonderstellung und ihre Präsenz selbst in den
kleinsten Ortschaften des Landes waren und sind noch heute die
bezeichnendsten Merkmale dieser Institution.
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